

Bevor der badische Ingenieur Johann Gottfried Tulla im 19. Jahrhundert den Rheinlauf korrigierte, lag der Berg, der auf dem Breisach liegt, bei Hochwasser mitten im Rhein. Zum Glück ist das heute nicht mehr so – Breisach ist einfach zu schön, um es ganz dem Fluss zu überlassen. Die Stadt am Oberrhein liegt im äußersten Südwesten Deutschlands an der Grenze zu Frankreich. Nicht erst beim Durchschreiten des Rheintors wird der reiche kulturelle und geschichtliche Hintergrund dieser malerischen Stadt augenscheinlich: Das prächtig verzierte Festungstor gehört zu den schönsten erhaltenen barocken Toren Europas.
Das romanische Münster St. Stephan wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und thront auf dem Münsterberg weithin sichtbar über der Stadt. Bekannt ist es vor allem für seinen Hochaltar, der höher ist als das Kirchenschiff selbst, aber auch für seine zahlreichen Ausstattungsstücke aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit. Besonders imposant ist das monumentale Gemälde des Jüngsten Gerichts im Westbau, das Martin Schongauer 1488–1491 geschaffen hat. Seit 1924 bieten die Festspiele Breisach großes Freilichttheater. Wurden die Stücke bis 1961 auf dem Münsterplatz dargeboten, so dient heute eine feststehende Anlage mit 748 Sitzplätzen auf dem Schlossplatz als Aufführungsort. Der Spielplan bietet großes Theater für alle Altersklassen: Auf dem Spielplan befindet sich immer jeweils eine große, abendfüllende Inszenierung sowie ein Kinderstück.
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